Ihre Unfallversicherung

Die Unfallversicherung leistet bei einer andauernden Invalidität nach einem Unfall. Ein die Leistung auslösender Unfall wird wie folgt definiert:

Ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis führt unfreiwillig zu einer Gesundheitsschädigung.

Die Höhe in der der Versicherer leistet richtet sich nach der festgestellten andauernden Invalidität. Ca. 12 bis 15 Monate nach dem Unfall wird die andauernde Invalidität durch einen neutralen Gutachter festgestellt. Eine evtl. Berufsunfähigkeit wird nicht geprüft und ist für die Unfallversicherung auch nicht relevant. Allein entscheidend ist der Invaliditätsgrad der vom Unfall betroffenen einzelnen Gliedmaßen. Deshalb kann die Unfallversicherung auch niemals die noch wichtigere Berufsunfähigkeitsversicherung ersetzen.

Versichern können Sie einmalige Zahlungen oder auch eine Unfallrenten. Unfallrenten gibt es begrenzt auf eine bestimmtes Alter oder lebenslang, je nachdem welche Deckung und welche Beitragshöhe Sie auswählen. In der Regel sind diese Unfallrenten jedoch nicht dynamisch. Die Inflation kann also zu jährlichen Rentenreduzierungen führen. Bei Kindern können Sie schwere Krankheiten mitversichern. Das sollten Sie in jedem Fall erwägen. Allerdings wirkt sich diese zusätzliche Leistung erheblich auf den zu entrichtenden Versicherungsbeitrag aus. Wir beraten Sie hierzu gerne!

Sollte der Unfall zur Invalidität führen ist eine Invaliditätssumme fällig. Sie kann linear steigen oder auch progressiv. Je nachdem, für welche Variante Sie sich entscheiden. Wir zeigen Ihnen gerne die Vor- und Nachteile auf und berechnen für Sie alle in Frage kommenden Varianten.

Üblicherweise werden die Progressionen mit 225 % bis 350 % und 500 % bis 600 % angeboten. Manche Versicherer bieten sogar 1.000 % Progression an. Allerdings bekommen Sie bei den extrem hohen Progressionen nur noch in sehr hohen Invaliditätsgraden eine Leistung. Niedrige Invaliditätsgrade bedingen so eine eher niedrige Entschädigung.

Wichtige Leistungen einer Unfallversicherung:

  • Unfall durch eine Eigenbewegung
  • Rettung von Menschenleben und Sachen
  • Alkoholklausel mit Ausnahme von Führen eines Kfz
  • Gute Gliedertaxe
  • Infektionsklausel incl. Impfschäden, Infektion mit bestimmten Krankheitserregern wie z.B. nach einem Insektenbiss/-stich (z.B. Zecke)
  • Infektionen durch Verletzungen der Haut, Schleimhäute
  • Infektion von Wunden
  • Keine Anrechnung von Vorschäden / Vorerkrankungen
  • Psychische Störungen als Folge eines Unfalls
  • Bewusstseinsstörungen durch Medikamente, Herzinfarkt, Schlaganfall und epileptische Anfälle oder Übermüdung.
  • Immunklausel: Mitversicherung von bestimmten Infektionskrankheiten
  • Vergiftung aufgrund Verwechseln von Nahrungsmitteln
  • Versehensklausel: Wird aus Versehen ein Schaden nicht gemeldet oder eine vertragliche Obliegenheit verletzt, beruft sich der Versicherer nicht auf Leistungsfreiheit
  • Geringfügigkeit von Verletzungen: Sie erkennen nach einem Unfall nicht die Tragweite der Unfallfolgen und gehen verspätet zum Arzt. Der Versicherer bleibt leistungspflichtig.
  • Einwirkung von Gasen und Dämpfen
  • Unfall ohne Führerschein bei Minderjährigen
  • Möglichst lange Fristen für die Anmeldung und Überprüfung der Invalidität
  • Meldefrist Tod: Angehörige melden einen Unfall mit Todesfolge, die Frist sollte möglichst mehr als die üblichen 48 Stunden betragen, am besten erst ab Kenntnis des Unfalltodes!

Unser Tipp für Senioren:

Die meisten Versicherer verrenten die Leistung. Wir suchen für Sie einen Versicherer, der auch Einmalzahlungen anbietet.